Regen und Stürme haben zu Weihnachten und zum Jahresbeginn Wildwasser und Erdrutsche provoziert. Bäume wurden entwurzelt, Wege sind weggebrochen, Geländer und Drahtseile abgerissen. Ein riesiger Wassertank schlug leck und entleerte in einem Schwall Millionen von Litern Trinkwasser in die Gebirgsbäche.
Die Tage werden wieder länger. 6 Wochen nach der Wintersonnenwende merkt man schon, dass die Sonne wieder länger scheint. Am 2. Februar ist der Sonnenaufgang auf Madeira um 8h02, der Sonnenuntergang um 18h41 - die Sonne scheint also schon fast elf Stunden.
Nur wenige Wanderungen auf der Nordseite Madeiras finden sich in den einschlägigen Wanderführern. So ist die Levada Fajã de Rodrigues recht unbekannt – obwohl sie gerade aus dem Süd-Westen gut zu erreichen ist. Sie führt den Wanderer zum „Höllenfluss“ - Ribeira do Inferno, einer tief eingeschnittenen Schlucht, durch die ein Wasserfall stürzt.
An einem trüben Wintertag mit schwachem Südwestwind, der Regen oder Wolken über Calheta und Ponta do Sol legt, lohnt sich die kurze Fahrt durch den Tunnel unter dem Encumeada-Pass. Ist der Wind nicht zu stark, sieht es jenseits des Tunnels vielleicht schon viel freundlicher aus. Etwa auf der halben Strecke bis São Vicente geht es links ab Richtung Lamaçeiros und Ginhas (ER 108).